Geht auf die Strassen raus und tanzt

Vergesst den Schmerz, vergesst die Angst, hört auf, irgend etwas peinlich zu finden, hört auf, euch ständig Fragen zu stellen. Schaltet eure Köpfe aus, denkt mal nicht nach.

Hör auf, traurige Gedichte zu schreiben.

Fahrt mal wieder aus eurer Haut, macht mal was anderes. Biegt falsch ab, fahrt Umwege, geht raus aus euren Zimmern, euren Wohnungen, euren Städten, vergesst mal alle Pläne und eure Ziele, lasst eure Terminkalender zuhause und sperrt die Vernunft in einen Käfig. Hört auf, vom Leben zu träumen, geht doch einfach mal da hin, wo es ist.

Bestellt einen grossen Container und schmeisst weg, was euch die Luft nimmt und sagt zum Abschied leise fuck you, weint keinem Ding auch nur eine Träne nach, kauft einen Bagger und grabt ein tiefes Loch, bestellt die Betonmischer und macht ein neues Fundament aus eurer Leidenschaft, stellt Kräne auf und baut euch mal was Neues auf, bemalt eure Wände mit neuen Farben.
Trefft Leute, die gut für euch sind, und wenn ihr weggeht, bringt Blumen mit, nehmt alles wahr, aber nichts für selbstverständlich, nehmt mit, was ihr könnt. Hört auf, euch aufzugeben. Verschenkt euch.
Wacht doch mal morgens auf und sagt YEAH!, seid doch einfach mal gut drauf und pfeift ein Lied auf alles. Sucht euch was, wofür ihr brennt, und zündet eure Feuer wieder an, sucht euch wen, der euch mitnimmt, geht ans Ende der Welt oder weiter und kauft euch kein Retourbillet.
Macht euch keinen Kopf und keine Gedanken, erzählt euch Geschichten und das Blaue vom Himmel, fahrt Karussell und Achterbahn, rennt und springt und balanciert auf Mauern, fahrt freihändig Fahrrad und steht wieder auf, wenn ihr runterfallt.
Trinkt Getränke, die in der Sonne glitzern, esst Eis, kauft Kuchen und planiert die Strassen mit Krümeln. Lacht und singt und lasst es doch einfach egal sein, wer euch dabei beobachtet. Spürt doch mal wieder was, freut euch, dass ihr wieder am Leben seid, und feiert der Unvernunft ein grosses Fest.
Kehrt den Dreck aus euren Körpern, fegt die Winterreste auf den Strassen zusammen und schmeisst sie weg, baut eure Städte wieder auf, sortiert eure Leben und pustet den Staub von euren Herzen, geht mal wieder knutschen, seid jung, seid laut, seid wild, dreht die Regler bis zum Anschlag, hört Musik, die das Leben feiert.

 

 

“Das Kunstwerk möchte man also erklären: als ein tiefinneres Geständnis, das unter dem Vorwand einer Erinnerung, einer Erfahrung oder eines Ereignisses sich ausgiebt und, losgelöst von seinem Urheber, allein bestehen kann. Diese Selbständigkeit des Kunstwerkes ist die Schönheit. Mit jedem Kunstwerke kommt ein Neues, ein Ding mehr in die Welt.”
(Rainer Maria Rilke)

“Das wissende Bild* ist ein ein Gemeinschaftswerk von Michael und Urs.

Lieber Michael,
viele liebe Grüsse fliegen zu Dir.
Fang sie ein und denk daran, dass Du Freunde hast, die an Dich denken und Dir alles Gute wünschen.

Happy Birthday!

“Denn im Tau kleiner Dinge findet das Herz seinen Morgen und wird erfrischt.”

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