Ich rufe nach Dir mit gewaltiger Sehnsucht

Meine Gedanken liegen wach, ziehen an die Orte der Sehnsucht.

Die Zeit fliesst und ich zerfliesse in ihr, an ihr,
begrabe mich darunter und zerschelle daran.

So weit bin ich gelaufen, dass mein Körper mir schlussendlich den Dienst versagt hat.

Ach, Herz, wo willst du hin?

Ich sehne mich nach Leben und Stille,
nach Einsamkeit und Geborgenheit.
Meine Droge ist unbestimmtes,
unablässiges sehnen.

Du, der ichs nicht sage, dass ich bei Nacht
weinend liege,
deren Wesen mich müde macht
wie eine Wiege.
Du, die mir nicht sagt, wenn sie wacht
meinetwillen;
wie, wenn wir diese Pracht
ohne zu stillen
in uns ertrügen?
(Rilke)

In dem unruhigen Schlaf, den ich heute Nacht gegen Morgen fand, warst du da. In meinem Traum hast du mich gerufen, wolltest mich an deiner Seite.

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