The Missing Picture

Die Wahrheit eines Augenblicks

Ich spüre, wie du dich anlehnst an mich. Ganz leicht habe ich dich nur an mich gezogen, worauf du dich eingelassen hast und deinen warmen Rücken gegen meine Brust drückst, um mich zu spüren. Ich sehe dich von der Seite: deinen Mund, der anfängt, die frische Luft in deine Lungen fliessen zu lassen, deine Nasenflügel, die sich leicht bewegen, deine Haare, die leicht im Wind tanzen, berühren mein Gesicht wie zarte Finger. Du guckst auf den Fluss hinaus.

Menschen brauchen Menschen, doch in diesem Trubel würde ich nicht *dich* spüren können. Hier sind nur du und ich, wir stehen vor dem Wasser, das so viel zu erzählen hat. Ich könnte dir ins Ohr flüstern, wie schön du dich anfühlst, doch manchmal sagt eine Berührung mehr als tausend Worte.
Dein Körper spricht in einer Tour, durch deinen Geruch, deine Atmung, durch deine Wärme sagt er schon genug. Unsere Körper reden miteinander ohne das Rauschen des Wassers mit Worten zu zerstören. Rieche den frischen Duft, rieche die Weite, die Sehnsucht, das Fernweh, alles ist vereint an diesem schönen Ort. Meine Hände gleiten unter den Stoff, zum ersten Mal berühre ich deinen nackten Bauch, mir ist als würden mir die Beine versagen, so schön fühlst du dich an.

Deine E-Mails haben dich mehr beschrieben als meine Augen sehen können, Augen sehen nur das Äusserliche und täuschen einen. Was zählt ist das, was dein Herz sagt, dein inneres Ich, das du mir offen gelegt hast, bestimmt nicht alles, doch das, was ich von dir weiss, reichte mir, um deine warme Seele zu erkennen, deine Sehnsüchte, die du mir zu lesen gegeben hast und die meine Seele berührt haben.

Ich habe noch keine Fotografie von Dir erstellt, aber hunderttausend Träume.

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