Zusammen durch die Nacht III

Prolog
„Im Mai,
irgendwo zwischen Bergen und Tälern,
hellgrüne Wiesen,
Creme farbener leichter Stoff,
ein kleines Zelt,
ein kleines Feuer mit frisch gesammelten Holz aus dem Wäldchen nebenan,
ein kleiner zarter aber wilder Bach,
leichte Klänge einer Violine…“

Am Wasser

Ich suche ihren Blick und kann nichts denken. Kann nur lachen und mich dem Sog ihrer Blicke hingeben.

Ich suche in ihrem Gesicht nach einer Bestätigung, finde ein Lächeln und beschliesse, mich einfach zu freuen.
Ich weiss noch nicht, ob sie mir damit tatsächlich das sagen will, was ich zu träumen wage.

Dann.

Setzt sie sich hinter mich,
direkt hinter mich
und plötzlich lehne ich an ihr.
Lehne nicht nur an ihr, bin ein Teil von ihr; ihre Beine links und rechts, mein Kopf an ihrem Bauch. Ihrer Brust. Ihre Hände spielen in meinen Haaren, behutsam. Ich fühle mich wie übergossen, wie getränkt in Glück. Überall Zuneigung und ich bin dankbar und müde und kann nur denken, dass es nie enden soll.

Ihre Hände so nah, ich greife immer wieder nach ihnen. Streichle sachte, werde gestreichelt. Zwischen zwei Fingern, ihr Gesicht über mir, nur ihr Gesicht und der Sternenhimmel. Ihre Lippen an meinen Lippen,
ich schmiege mich an sie.

“Ich kann dein Herz schlagen hören”,

Sie erwiderte sanft den Druck meiner Hand.

Epilog

Endlich.
Jemanden bei sich zu haben. Jemanden, der zusieht, der streichelt, der küsst. Jemanden mit Augen, Nase und Ohren, mit sanften Händen und Haaren zum Anfassen.
Eine Haut, in die man Fingernägel krallen kann.
Eine Stimme.
Ein warmer Atem.
ihn fühlen,
spüren,
hören,
riechen,
schmecken…

So tiefes Glück und ein unendlicher Hunger.

Hunger nach dem Leben und nach tiefen Gefühlen.

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